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2000 Polizisten sorgen für friedliche Demo
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2000 Polizisten sorgen für friedliche Demo

Die Friedensstadt im Ausnahmezustand: 5500 demonstrierten am Samstagmittag in einer Bürger-Demo gegen einen Aufmarsch von 170 NPD-Anhängern. Der Osnabrücker Einzelhandel hatte Umsatzverluste von bis zu 50 Prozent.

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Ein Großaufgebot der Polizei mit über 2000 Beamten aus ganz Niedersachsen sorgte dafür, dass es zu keinen ernsthaften Auseinandersetzungen kam. Gespenstische Szenen spielten sich allerdings nach der Demo am Bahnhof ab, als ein riesiges Polizeiaufgebot rund 500 Autonomen gegenüberstand. Die Linken versuchten die Absperrungen zu durchbrechen, um sich mit den NPD-Anhängern zu schlagen. Als die ersten Flaschen flogen, griff die Polizei ein und trieb die Autonomen zurück. Erst gegen 15.30 Uhr hatte sich die Situation weitgehend beruhigt.

Dennoch hatten die Autonomen Erfolg: Weil sie den Ledenhof blockierten, musste die Kundgebung der friedlichen Bürger-Demo auf dem gesperrten Neuen Graben stattfinden. Rund um die NPD-Kundgebungen waren die Straßen nahezu menschenleer. Die Parolen der Rechtsradikalen verhallten an den Hauswänden. Die Bilanz des Demo-Samstags: 21 Anzeigen, sieben vorläufige Festnahmen, drei verletzte Polizisten und ein beschädigter Streifenwagen.

Dieser Ausnahmezustand machte sich auch beim Umsatz des Einzelhandels bemerkbar: „Trotz der ausgezeichneten Arbeit der Polizei waren deutlich weniger Kunden unterwegs“, bilanzierte eine Sprecherin des Einzelhandels. Einige Geschäftsleute hatten sich zusätzlich mit Wachdiensten ausgestattet, die zumeist an den Eingängen das Geschehen mitverfolgten. Einige Geschäftsleute mussten kurzfristig die Eingangstüren verschließen, um sicherzustellen, dass rechte und linke Extremisten nicht durch die Geschäfte zogen.

„Viele Händler haben trotz des schönen Wetters und des Beginns der Frühjahrssaison erhebliche Umsatzeinbußen zu verzeichnen, teilweise bis zu 50 Prozent“, so Katja Calic vom Unternehmerverband Einzelhandel. Dies sei nach dem Ossensamstag innerhalb von zwei Wochen bereits der zweite Samstag, an dem der Einzelhandel Umsatzeinbußen verzeichnete. „Aber wir sind Friedensstadt, wir lassen uns nichts abkaufen“, so das Fazit eines Händlers.

Augen nicht verschließen
Kommentar von Stefan Prinz
Osnabrück hat eindrucksvoll Flagge gegen rechts gezeigt. Nazis und ihre menschenverachtenden Parolen haben in dieser bunten Stadt nichts verloren. Dieses Signal haben über 5000 Menschen mit ihrem friedlichen Protest gesetzt. Das ist gut so.

Allerdings darf die Öffentlichkeit auch nicht die Augen vor den Linksradikalen verschließen, die sich unter die friedlichen Demonstranten gemischt haben, um die Bürger-Demo für ihre Interessen zu missbrauchen. Bis zu 500 teils gewaltbereite Autonome haben das Zusammenstehen der Osnabrücker missbraucht, um sich Auseinandersetzungen mit der Polizei zu liefern, Chaos zu stiften und ihre Verachtung für unsere Gesellschaftsordnung zu zeigen. Diese Chaoten haben die Bürger-Demo zeitweise empfindlich gestört. Diesen linken Mob lediglich als schwarz gekleidete Jugendliche zu bezeichnen verharmlost das Problem. Es waren gewaltbereite Autonome, die aus weiten Teilen Deutschlands nach Osnabrück kamen. Um hier ihre Gewalt-Parolen zu skandieren. Diese linken Chaoten sind nicht besser als die rechtsradikalen Hetzer der NPD. Ein klares Bekenntnis gegen Extremismus in jeder Form muss auch ein Signal dieses Osnabrücker Wochenendes sein – egal, ob von links oder rechts.
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