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TippspielHeftig: 900 Euro für eine Internet-Einwahl
Die Anbieter von Internet-Einwahlsoftware (Dialern) wollen ein Gütesiegel für ihre Programme einführen. In einem ersten Schritt hätten alle großen deutschen Dialerfirmen einen Anforderungskatalog für die Einwahlprogramme verabschiedet, teilte My Channel Multimedia, Anbieter der Anti-Dialer-Software Connectionwatch, jetzt in Berlin mit. Zu den Kriterien für die Programme gehörten Transparenz bei Einwahl und Kosten, keine Spionagefunktion sowie Hinweise auf Hersteller und Anbieter. Darüber hinaus dürften Dialer nicht die Standard-Internetverbindung ändern.
So schön der Vorstoß für ein Dialer-Gütesiegel auch ist - die vielen Schwarze Schafe, die in diesem Bereich bislang unseriös arbeiten, wird es zumindest kurzfristig nicht abhalten, weitere Abzockeversuche über teure Internet-Einwahldienste zu starten. Gefährlich sind vor allem die so genannten „Auto-Dialer", die sich ohne Wissen und ohne Zutun des Netzsurfers und heimlich im Computersystem installieren. Wer sich dagegen schützen will, kann im Internet frei verfügbare Programme installieren, die das DFÜ-Netzwerk des Computers überwachen und die Installation von Dialer-Software gar nicht erst zulassen - 100-prozentige Sicherheit bieten diese Programme jedoch nicht. Wer ganz sicher gehen will, sollte nach dem Aufruf von „heiklen" Seiten, die etwa direkt nach dem Laden selbsttätig zahlreiche weitere Internet-Fenster mit Werbung öffnen, immer einen Blick in den Ordner „DFÜ-Netzwerk" auf seinem PC werfen. Hier sind die Verbindungsmöglichkeiten aufgelistet, mit denen sich der PC ins Internet einwählen kann - finden sich hier Verbindungen mit unbekanntem Namen oder Rufnummern, ist der PC bereits mit einer Dialer-Software „verseucht". Um zu vermeiden, dass der Computer diese benutzt, sollte die automatische Einwahl ins Internet immer deaktiviert bleiben - startet der Websurfer die Einwahl von Hand, öffnet sich zum Beginn ein Auswahlfenster, in dem eine Verbindungsmöglichkeit ausgewählt werden kann.
Um versuchte PCs von Dialer-Software zu befreien, sollte auf jeden Fall die ungefragt installierte Internet-Verbindung aus dem Ordner „DFÜ-Netzwerk" gelöscht werden - nur mit diesem Schritt allein ist es jedoch oftmals nicht getan. Viele unseriöse Anbieter verstecken die Software so tief im System, dass Eingriffe an recht empfindlichen Stellen wie der „Registry" (hier tragen sich alle installierten Programme und Hardwareteile ein) erforderlich sind, um sie wieder zu löschen. Solche Eingriffe stellen selbst für erfahrene PC-User eine Schwierigkeit dar - deswegen empfiehlt sich auch hier der Einsatz kostenlos nutzbarer kleiner Programme und Programmierwerkzeuge, die diese Aufgaben für den Websurfer übernehmen.
Eine breite Übersicht über solche Programme und Schutzmöglichkeiten vor Dialerprogrammen gibt es im Internet etwa bei Dialerschutz.de: Die Webseite informiert mit vielen Illustrationen umfassend über die illegalen Tricks der schwarzen Schafe und darüber, wie sich Websurfer schützen können. Neben Infos in leicht verständlicher Sprache gibt es eine Liste mit kostenlos nutzbaren Helferprogrammen, mit denen Websurfer vor Dialern schützen können.
Dem selben Themenspektrum hat sich auch die Webseite Sicherheitsnews.info verschrieben: Neben aktuellen News und Warnungen vor neu aufgetauchten Dialern gibt es hier zum Beispiel auch Foren, in denen „gebrannte Kinder" auf neue Tricks hinweisen oder schwarze Schafe anprangern können. Weitere Infos zum Thema Dialer finden sich auch auf den Internet-Seiten der Verbraucherberatungen.
www.dialerschutz.de
www.verbraucherzentrale-berlin.de
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