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Fußball-TippspielHeilige Seelenvögel
Laulujotsen nennen die Finnen den Singschwan, einen Vogel, der es bis zum nationalen Symbol geschafft hat. Bei den Skandinaviern ziert er inzwischen sogar die Ein-Euro-Münze, und das obwohl der Singschwan Mitte des 20. Jahrhunderts durch intensive Jagd beinahe ausgerottet war.
Inzwischen lieben die Finnen also ihre Schwäne – und befinden sich damit in bester Gesellschaft. Denn in vielen Teilen der Welt sind Schwäne mystifiziert worden. So findet man nicht nur in Finnland Felszeichnungen aus der Steinzeit, die Schwäne zeigen. Auch am Nachthimmel ist der große Vogel mit einem eigenen Sternbild inmitten der Milchstraße verewigt, das auch Kreuz des Nordens genannt wird.
Schwäne wurden als heilige Seelenvögel von Verstorbenen verehrt, traten als Schwanenritter Lohengrin (Richard Wagner) auf oder waren fabelhafte Begleitwesen griechischer Götter. Im Märchen „Das hässliche Entlein“ steht der Schwan für Reinheit und Schönheit.
Als Schwanengesang wird das letzte Werk eines Musikers oder Dichters bezeichnet, was auf den Mythos zurückgeht, nach dem Schwäne vor ihrem Tode noch einmal mit trauriger, jedoch wunderschöner Stimme ein letztes Lied anstimmen. Aus einer griechischen Sage leitet sich der heute verwendete Gattungsname „Cygnus“ ab. Ein gewisser Kygnus verwandelt sich darin aus Trauer um einen göttlichen Freund in einen Schwan.
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