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TippspielNeue Aussichtsplattform eingeweiht am Umweltstandort Bifurkation
Der unglaubliche Tatendrang der Mitglieder des Gesmolder Heimatvereins sei kaum zu stillen, sagte Erster Stadtrat Dr. Reinhold Kassing. Das neueste Werk beeindrucke wiederum durch sehr gute handwerkliche Ausführung. Die Rede ist von der neuen Aussichtsplattform am „Umweltbildungsstandort Bifurkation“ in Gesmold.
Mehrere hunderttausend Mark hatte die Stadt Melle investiert, um die Bifurkation in Gesmold aufzuwerten. Die Deutsche Stiftung Umwelt sowie die Europäische Union und die Naturschutzstiftung des Landkreises Osnabrück hatten Mittel bereit gestellt.
Entstanden ist ein Umweltbildungsstandort, der aufgrund seiner einmaligen Ausgangslage in Deutschland keine Vergleichsfälle bieten kann. Das Naturschauspiel einer Flussgabelung in der Ebene wie sie die Bifurkation darstellt, gibt es in der Welt nur dreimal. Aus diesem Grund sei es gerechtfertigt gewesen, den bisherigen Zustand erheblich zu verbessern. Anfangs habe es auch kritische Stimmen gegeben. Zum einen wurde gefragt, ob die Bifurkation denn tatsächlich natürlichen Ursprungs wäre oder ob nicht doch der Mensch nachgeholfen habe. Zudem wurde gefragt, ob die Maßnahmen nicht überzogen wären. „Die zurückliegende Zeit hat den Beweis erbracht. Die Neugestaltung war richtig und vor allem freuen sich die Besucher über die Möglichkeiten, die es jetzt an der Bifurkation gibt“, sagte der Erste Stadtrat.
Eine spannende Abwechslung zum alltäglichen Unterricht erlebten bereits viele Schulklassen an diesem Gewässer. An manchen Wochenenden hätten bis zu 500 Interessierte das Gelände angesteuert. Der an der Allendorfer Straße neu eingerichtete Parkplatz ist manchmal schon ein wenig klein, und ständig sind dort Fahrzeuge zu finden. Die neue Aussichtsplattform rundet die Maßnahme ab. Öffentliche Mittel wurden für die Aussichtsplattform nicht in Anspruch genommen. Ausschließlich mit Spendengeldern und durch ehrenamtliche Arbeit konnte der letzte Schritt vollendet werden.
Ortsbürgermeister Alfons Oberwestberg sagte im Beisein seines Stellvertreters Michael Weßler, dass er sich freue diese letzte offizielle Aufgabe noch wahrnehmen zu können. Er habe schon häufig die Gelegenheit genutzt, die Natur in diesem Bereich zu beobachten. Das umgestaltete Gelände sei eine Bereicherung und Attraktion. Er habe ursprünglich gehofft, dass vielleicht ein Viertel der jetzt zur Verfügung stehenden Fläche genutzt werden könne. Dass nun dieser Umfang erreicht worden sei, das finde er ganz toll.
Mit einem Augenzwinkern wies er darauf hin, dass im Frühjahr ein Storch an der Bifurkation gesichtet wurde. Vielleicht gelinge es ja, dass er irgendwann einmal eine Nahrungsgrundlage vorfinde, dass er in Gesmold Quartier beziehe.




