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TippspielGut gegrillt eine Delikatesse für Fleischfans
„Guten Tag, ich hätte gern ein Pfund frischen Bison.“ – An der favorisierten Fleischtheke oder im Kühlfach dürfte die Suche meistens erfolglos bleiben. Bisonfleisch gehört hierzulande nicht zum Standardangebot.
Gut gegrillt?
Nein, üblicherweise wird der Bison nicht am Stück gegrillt. Diese rustikale Zubereitungsart ist eher kleineren Tieren wie Eidechsen, Hähnchen oder Hammeln vorbehalten. Der Buffalo ist schlicht zu massig für den Spieß: Außen verbrannt und innen noch roh, das kann einem den Appetit auch auf wirklich große Delikatesse nachhaltig verderben.
Im Tennessee Mountain in Lotte wird deshalb ganz pragmatisch an die Sache herangegangen: Der immerhin auch schon rund 200 Kilo schwere Jungbulle wird fachgerecht in zwei Hälften zerlegt und im Bäckereiofen eines befreundeten Bäckers vorgegart. Falls Ihre Brötchen demnächst irgendwie fleischig schmecken, Sie wissen dann warum...
Neun Stunden werden die beiden Hälften so voraussichtlich schmoren, bevor ein fachkundiger Chirurg die beiden Hälften wieder zum Grillbison vereint.
Auf den vorgegarten Vierteltonner wartet dann ein solider Spieß, der über einen nicht weniger soliden, handgefertigten Grill hängen wird. Und dann heißt es: „Drehen, Jungs – aber langsam und gleichmäßig!“ Geschätzte (Restgar-)Dauer: Vier bis fünf Stunden. Und dann kann das große Fressen endlich beginnen.
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