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„Er ist sehr verunsichert“ - Egwims Gespräch mit dem Generalvikar
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Quelle: Neue Osnabrücker Zeitung 22. November 2007 00:00 Uhr


„Er ist sehr verunsichert“ - Egwims Gespräch mit dem Generalvikar

Der nigerianische Pfarrer Dr. Stephen Egwim ist gestern für kurze Zeit nach Osnabrück zurückgekehrt. Nach seinem fluchtartigen Rückzug aus der Kirchengemeinde St. Josef in Wallenhorst-Hollage habe der Geistliche aus Afrika ausschließlich mit Generalvikar Theo Paul sprechen wollen, teilte Bistumssprecher Hermann Haarmann mit.

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Zu einer persönlichen Stellungnahme gegenüber unserer Zeitung war Egwim nicht bereit. In dem knapp 60-minütigen Gespräch mit dem Generalvikar habe der Nigerianer allerdings auch keine weiteren Einzelheiten rund um die rassistischen Beleidigungen und Bedrohungen genannt, die ihn Ende der vergangenen Woche zu seiner Abreise veranlasst hatten. „Pastor Egwim möchte sich im Moment nicht öffentlich äußern. Das ist bedauerlich, weil wir damit bei der Aufarbeitung der Geschehnisse nicht vorankommen“, meinte Paul nach dem Gespräch, „er ist auch aufgrund der öffentlichen Diskussion sehr verunsichert.“ Die aktuell laufende Auseinandersetzung habe ihn offensichtlich so erschüttert, dass er auch gestern nicht bereit gewesen sei, für weitere klärende Gespräche nach Hollage zu fahren. Stattdessen sei er nach dem Treffen mit dem Generalvikar sofort wieder zu einer befreundeten Familie im Bereich Aachen zurückgekehrt, um in der kommenden Woche in seine Heimat zurückzufliegen.

Unabhängig von dem wenig ergiebigen Gespräch mit Egwim haben nach Angaben von Haarmann weitere Ermittlungen und Gespräche ergeben, dass es neben der Beschimpfung als „Affe aus Afrika“ auch einen Vorfall auf einem Dorffest gegeben habe. Ein Betrunkener habe Egwim aufgefordert, „zurück in den Busch“ zu gehen. Dafür habe sich der Mann inzwischen entschuldigt. Neben den verbalen Entgleisungen sei es zu einer Reihe von Problemen und Missverständnissen gekommen: Bürger hätten geklagt, der Pfarrer sei telefonisch nicht erreichbar, predige zu lange oder halte Termine nicht ein.

Den weiteren Angaben von Haarmann zufolge wird Theo Paul morgen um 17 Uhr in Hollage predigen und sich dabei selbstverständlich auch zu den jüngsten Entwicklungen äußern.

 

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