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Weg führt von Nigeria nach Hollage
Viele Wege ist Pfarrer Stephen Egwim schon gegangen. Sein jetziger führte ihn in die katholische Kirchengemeinde St. Josef Hollage, in der er bis Ende des Jahres die Priesterstelle übernehmen wird, bevor er in seine Heimat Nigeria zurückkehrt. „Ich bin hier freundlich empfangen worden, und Hollage ist sehr schön“, beschrieb Stephen Egwim seine ersten Eindrücke von der Fünftausend-Seelen-Gemeinde.
Nachdem er die Schule abgeschlossen hatte, machte er ein Praktikum in einer Kirchengemeinde, studierte vier Jahre Philosophie und nahm Unterricht im Fach Spiritualität. „Die Praktika sollen den Bewerbern helfen, sich zu überlegen, ob man wirklich Priester werden möchte“, erklärte Egwim, der schon als Kind vom Priesterberuf fasziniert war. 1993 empfing er die Priesterweihe und arbeitete bis Oktober 1994 als Kaplan. In dieser Zeit entschied sich der Pfarrer auch dazu, seinen Magister zu machen und weitere drei Jahre Griechisch und Hebräisch zu studieren. Bis 2001 hielt er sich im Priesterseminar auf, gab Unterricht und entschloss sich zu einem Studium der Bibelwissenschaften in Belgien und einem Auslandsjahr in Israel.
Vor zwei Monaten erlangte er den Doktortitel und freut sich nun sehr, dass er für das Bistum Osnabrück arbeiten darf. „Ich hoffe, dass die Menschen mit mir Geduld haben“, bat Stephen Egwim, der zwar schon Erfahrung als Priester in Deutschland sammeln konnte, aber dessen Aussprache noch nicht perfekt sei.





