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Sympathiewelle für Pfarrer Egwim
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Quelle: Neue Osnabrücker Zeitung 22. November 2007 00:00 Uhr


Sympathiewelle für Pfarrer Egwim

Eine Welle der Sympathie hätte er gestern hautnah gespürt, wenn er noch im Lande wäre. Die rassistischen Beleidigungen, die den nigerianischen Pfarrer Dr. Stephen Egwim veranlasst hatten, fluchtartig die katholische Kirchengemeinde St. Josef in Wallenhorst-Hollage zu verlassen, haben nicht nur die dortigen Mitglieder empört zur Kenntnis genommen.

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Nach unserer gestrigen Berichterstattung meldeten sich etliche Bürger telefonisch in unserer Redaktion, um Partei für den Geistlichen aus Afrika zu ergreifen. Per Mail teilten uns zahlreiche Menschen ihre Meinungen zu den Vorfällen in Hollage mit.

Hermann Haarmann, Sprecher des Bistums Osnabrück, bestätigte noch einmal, dass derzeit intensiv recherchiert werde. Beschimpfungen wie „Affe aus Afrika“ seien „keine Lappalie“. Die Erstattung einer Anzeige sei nicht ausgeschlossen. Über weitere Hintergründe sprachen wir mit Generalvikar Theo Paul.

Auch die katholische Kirchengemeinde St. Josef bezieht Stellung. Pfarradministrator Heinz-Jürgen Schäfer, Birgit Ottens, Heinrich Riepe und Christa Speer für den Pfarrgemeinderat sowie Rüdiger Mittmann für den Kirchenvorstand „verurteilen jegliche fremdenfeindlichen Beschimpfungen aufs Schärfste“. Es herrsche Bestürzung darüber, „dass nun der Eindruck erweckt wird, in Hollage sei ein Pastor mit einer anderen Nationalität nicht erwünscht“.

Das Gegenteil sei der Fall, heißt es in der Erklärung weiter: „Pfarrgemeinderat und Kirchenvorstand haben am 8. November 2007 mit Freude zur Kenntnis genommen, dass der Bischof von Osnabrück Pater Jose Kuzhichalil mit Wirkung vom 1. Januar 2008 zum neuen Pastor von Hollage ernannt hat.“ Völlig überraschend habe Pastor Egwim, der bis zum Jahresende als Vertreter in Hollage vorgesehen war, Ende der vergangenen Woche die Verantwortlichen im Kirchenvorstand und Pfarrgemeinderat informiert. „Bedauerlicherweise ist es uns nicht gelungen, ihn davon zu überzeugen, in unserer Gemeinde zu bleiben. Zu den Gründen seines Ausscheidens wollte Pastor Egwim öffentlich keine Stellungnahme abgeben.“

Gegenüber den Verantwortlichen der Kirchengemeinde habe Egwim nicht zum Ausdruck gebracht, dass Beleidigungen ausschlaggebend für seine vorzeitige Abreise gewesen seien. Dennoch müsse nun die Angelegenheit offensiv aufgeklärt werden.

 

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