Noz
Kontakt

·

ePaper

·

Shop

·

Tippspiel

Startseite

|

Konflikt wegen falscher Brillenwerte

Schrift
 Drucken  Versenden Empfehlen auf:      


Konflikt wegen falscher Brillenwerte

Rezept des Augenarztes ohne Unterschrift gültig
Wer von einem Augenarzt eine Brillenverordnung mit falschen Werten ausgehändigt bekommt, kann später nicht von einem Optiker wegen fehlerhaft angefertigter Gläser sein Geld zurückverlangen. Derjenige sollte sich lieber sofort an seinen Arzt wenden, wie ein Urteil des Amtsgerichtes Wetter zeigt.

– Anzeige – Ihre Anzeige hier



Meistgelesene Artikel








Einem Mann war nach einer Augenoperation von seinem Augenarzt eine Brillenverordnung ausgehändigt worden. Der Arzt notierte die Werte auf einem seiner Vordrucke für Gläserrezepte. Er unterschrieb diesen aber nicht, sondern übergab ihn kommentarlos. Mit dem Papier ging der Mann daraufhin zu einem Augenoptiker, der ihm anhand der dokumentierten Werte eine Gleitsichtbrille für 747 Euro anfertigte. Doch wie sich später herausstellte, hatten die Gläser wegen falscher Werte auf der Brillenverordnung nicht die korrekte Stärke. Der Mann konnte die Brille deshalb nicht nutzen.
Er ging erneut zu dem Optiker und forderte von ihm eine Nachbesserung. Aber der weigerte sich. Daraufhin klagte der Mann sein Geld ein. Das Amtsgericht Wetter wies die Klage des Mannes ab. Die mangelhafte Brillenverordnung des Augenarztes könne nicht dem Optiker angelastet werden, so das Gericht. Der habe sich vielmehr darauf verlassen dürfen, dass das Gläserrezept eines Augenarztes korrekte Werte enthalte. Ein Optiker sei zwar grundsätzlich dazu berechtigt, nach Aufforderung des Kunden die vom Arzt ermittelten Werte zu überprüfen, so der Amtsrichter. Er sei aber nicht dazu verpflichtet, es von sich aus zu tun.
Der Mann könne sich auch nicht darauf berufen, dass es sich bei dem Verordnungsblatt – aufgrund der fehlenden Unterschrift des Arztes – lediglich um eine Empfehlung oder einen bloßen „Zettel“ gehandelt habe, so das Gericht.
Denn eine Unterschriftspflicht für Mediziner gelte ausschließlich für Arzneimittel, und eine Brille falle nicht unter die Gattung der Heilmittel. Wenn der Augenarzt im vorliegenden Fall dem Mann das Verordnungsblatt ohne Aufforderung zu einer weiteren Überprüfung übergeben habe, so der Amtsrichter, dann treffe ihn das alleinige Verschulden an der Fertigung einer Brille mit falschen Werten.
Amtsgericht Wetter AZ: 8 C 98/05

 
  Leserkommentare
Schreiben Sie einen Kommentar




Empfehlen auf:  Facebook  Twitter

Thumbnail_0
Systemanforderungen: mindst.Windows 98/MacOS 8.1 Die Schlümpfe – Das große Druckstudio Abenteuer auf dem...
Thumbnail_0
Fibi sucht ein neues Zuhause, sie ist am 16.05.2010 geboren und eine black tabby classic Maine Coon. Fibi ist frisch...
Thumbnail_0
Bine ist ca. 2 Jahre alt. Hinter ihr liegt ein trauriges Schicksal.Sie hat in der Gruppe gelebt und Hunger und Not...






 Zeitungstitel wählen  Schließen

Wählen Sie Ihren Zeitungstitel: