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Schönau im Löw-Fieber: "Jogi-Fitness-Teller" und "Fußballerkuchen"

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Schönau im Löw-Fieber: "Jogi-Fitness-Teller" und "Fußballerkuchen"

Der Heimatort von Joachim Löw erwartet von der Berufung des neuen Fußball-Bundestrainers einen sportlichen und touristischen Aufschwung. Das Interesse an Schönau sei in den letzten Tagen sprunghaft angestiegen, sagte Bürgermeister Bernhard Seger am Mittwoch bei einer eigens einberufenen Pressekonferenz.

 
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Idyllisch: Blick auf Schönau, den Heimatort von Bundestrainer Joachim Löw. Grüße an den Bundestrainer: "Dem neuen Bundestrainer der deutschen Nationalmannschaft Jogi Löw viel Glück - Deine Heimatstadt Schönau" steht auf diesem Grußbanner über einer Straße in Schönau.

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Die 2500 Einwohner des Ortes im Kreis Lörrach am Fuße des 1414 Meter hohen Belchen seien schon immer auf Löw stolz gewesen. „Jetzt aber bringt ganz Deutschland Löw und Schönau miteinander in Verbindung.“

Auch die einheimischen Unternehmen haben reagiert: Es gibt einen „Fußballerkuchen“ mit Früchten aus Schönauer Wäldern, zwei Hotels bieten einen „Jogi-Fitness-Teller“ sowie „Jogis Lieblingsteller“ an. Ein Fußballerbrot ist ebenso im Angebot wie ein „Fußballzimmer“ in einem örtlichen Hotel. Auch der Ringweg, den der in Schönau geborene Löw als Jugendlicher zu Konditionszwecken hinaufkeuchte, erfreue sich wachsender Beliebtheit, sagte Seger. „Dennoch haben wir nicht vor, an allen Ecken Schilder aufzustellen.“ Mit den Orten des ersten Kusses sowie des ersten Balltritts des berühmten „Sohnes“ wolle man nicht werben. Der Nachfolger von Jürgen Klinsmann wohnt zudem mittlerweile in Freiburg.

Seger sagte, es werde zu oft vergessen, dass Löw auch ein ausgezeichneter Fußballer gewesen sei, den nur Verletzungen an einer größeren Karriere gehindert hätten. So sei der heute 46-Jährige bei einem Junioren-Länderspiel 1979 gegen die Sowjetunion trotz des Mitwirkens von Spielern wie Klaus Allofs, Lothar Matthäus, Rudi Völler oder Pierre Littbarski in Fachzeitschriften als mit Abstand bester Akteur bezeichnet worden.

„Vielleicht hat auch die bekannt gute Schönauer Luft ihren Teil dazu beigetragen“, sagte der Bürgermeister. Mit dieser Luft und ausgezeichneten Sportmöglichkeiten wolle man versuchen, namhafte Vereine dazu zu bringen, ihr Trainingslager in Schönau aufzuschlagen, sagte Seger. Ein neuer Kunstrasen soll im Herbst eingeweiht werden.

Ob der ganze Sportplatz dann den Namen von Joachim Löw bekommt, sei noch nicht entschieden, sagte Dietmar Krumm vom FC Schönau, mit dem Löw in seiner Jugend kickte: „So oder so sind wir aber sehr stolz auf ihn.“ Der 450 Mitglieder zählende Verein (davon 140 Aktive) hofft, durch den neuen Rasen und den Trubel künftig noch mehr Talente anzulocken. Bislang spielt die erste Herrenmannschaft in der Kreisliga A.

Viel verspricht sich Schönau auch von der Europameisterschaft 2008 in der Schweiz und Österreich. „Jogi Löw ist Trainer, und der Spielort Basel gerade einmal 40 Kilometer entfernt“, sagte Seger. „Das wird ein Riesenfest.“

 

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