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Bier aus der Pipeline für die WM-Party

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Bier aus der Pipeline für die WM-Party

Goleo ist eine Frau, und das Bier kommt aus Pipelines – so ist es zumindest in der größten Osnabrücker Public-Viewing-Area. Während im Alando tausende Fußball-Fans feiern, schwitzen rund 100 Mitarbeiter vor und hinter den Kulissen und sorgen dafür, dass Getränke und gute Laune nicht ausgehen.

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Animationscrew des Alando
Bringen Stimmung in die Bude: Die Animations-Crew des Alando Palais. Auch hinter Goleo steckt hier eine Frau. Fotos: Gerd Westdörp
Friedhelm Minnerup ist morgens der Erste. Ab fünf Uhr räumt der Hausmeister auf, beseitigt die Spuren des Vorabends. Rund 50 Stühle sind der WM bereits zum Opfer gefallen. „Wenn ein Mickie Krause ruft ‚Reiß die Hütte ab‘ geht schon mal was zu Bruch“, weiß Veranstalter Frederik Heede.

Um 16 Uhr stehen die ersten blauen und gelb-grünen Fans vor den noch verschlossenen Türen. Während der Hausmeister den leer gepumpten Pool reinigt, schlüpfen die Mitarbeiter in ihre grünen T-Shirts. Für den Getränke-Nachschub wird die Holz-Empore um den Innenraum abgebaut. Riesige Fässer rollen quer durch die Arena in den Keller des Alandos. 14 Theken sind mit bis zu 50 Meter langen Schläuchen verbunden. Vom Kühlraum aus bringen sie Nachschub in die Zapfhähne. Doch Heede hat die Rechnung ohne die Fans gemacht: „90 Prozent der Leute trinken Flaschenbier“, hat er festgestellt.

Mitarbeiter überprüft Bierfass-Anschlüsse
14 Theken werden von hier aus zentral versorgt: Walter Mainhardt schließt eines der Fässer an die 50 Meter langen Schläuche an.
Auch die Italiener und Aussies prosten sich eine Stunde vor Anpfiff mit Flaschen zu. Wenn es voll ist, bahnen sich die Mitarbeiter eine Schleuse durch die Massen und reichen Kisten durch. Tausende Flaschen gehen so an einem Tag hin und her. In den Kühlcontainern zwischen den Theken stapeln sich jeweils bis zu 500 Kisten.

Gekühlt werden muss auch die Lichtanlage. Das übernehmen die rund 38000 Liter Wasser aus dem Pool. „Die Laser-Anlage braucht 400 Liter Kühlwasser in der Minute“, erklärt Heede. „Die zieht sie sich aus dem Pool. So wärmt sich das Wasser auf.“ Während die Australier den Italienern das Spiel schwer machen, schauen zwei Techniker auf mehrere Bildschirme. 50 Ton- und mehrere tausend Lichtsignale laufen hier ein. „Wir schauen auch nach dem Wetter“, erklärt Uwe Riepe. Bei zu hohem Wind müsse er ins Zeltdach steigen und die Plane abhängen.

Warteschlange vor dem Eingang
Geduldig warten die Fans in der Schlange vor dem Eingang der Alando Arena auf Einlass.
Im Laufe der ersten Halbzeit schlüft eine junge Dame in das Goleo-Kostüm. „Sie ist eines von 1000 WM-Maskotchen in Deutschland“, meint Heede. Die Tänzerinnen ziehen sich um, am Haseufer richtet sich der Masseur ein, der die Fans zwischendurch etwas lockert. In der Halbzeit schalten die Techniker von der Übertragung auf den DJ-Pult. Die Musik geht an, Gole(a) und die Tänzerinnen animieren zum Tanzen.

In der Nachspielzeit springt die Euphorie auf die bis dahin eher ruhigen Italien-Fans über. Beschwingt vom Tor in letzter Minute, springen sie in ihre Autos und feiern am Neumarkt weiter. Die 100 Alando-Mitarbeiter bereiten sich derweil auf die Schweizer und Ukrainer vor. Erst gegen Mitternacht wird hier Feierabend sein.

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Bildergalerie: Hinter den Kulissen der Alando Arena


 
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