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TippspielGöttlicher Fußball im Schinkel
Wer glaubt, die Spiele der Weltmeisterschaft nur mit göttlichem Beistand durchstehen zu können, der findet in der evangelischen Paulusgemeinde im Schinkel einen heißen Draht nach oben. Ein Fußballgott ist dort aber nicht auszumachen: „Es gibt nur einen Gott, der über dem Fußball steht“, glaubt Kirchenvorsteher Dieter Niermann.
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| Kirchenvorsteher Dieter Niermann und ein junger Mitarbeiter des kickoff Treffs präsentieren das Plakat der Aktion. |
Die insgesamt 21 Spiele, die dort übertragen werden, unterscheiden sich natürlich nicht von denen, die in Kneipen, Stadien oder zu Hause übertragen werden. Das Rahmenprogramm ist jedoch völlig anders. Nicht von Gerhard Delling, Günter Netzer oder Johannes B. Kerner werden die Spiele kommentiert, sondern von dem brasilianischen Ex-Weltmeister Jorginho und dem RTL-Moderator Tim Niedernolte. Statt ARD, ZDF oder Premiere läuft auf der Großbildleinwand Bibel-TV.
Aber auch das Rahmenprogramm in der wirklichen Welt kann sich sehen lassen. Der ehemalige VfL-Torwart Uwe Brunn wird am 13. Juni, sein Nachfolger Tobias Langemeyer am 15. Juni und Joe Enochs am 20. Juni zu Gast in der Paulusgemeinde sein. Am 21. Juni findet um 20 Uhr ein Konzert der Jacob’s Gospel Singers statt.
„Wir wollen außerdem in Gesprächen im Umfeld der Übertragungen den Menschen deutlich machen, dass es Dinge gibt, die wichtiger als Fußball sind“, erklärt Dieter Niermann. Das mögen Fußballfanatiker, in denen das WM-Fieber brennt, nicht gern hören. Doch der Kirchenvorsteher meint: „Über Sieg und Niederlage steht die Frohe Botschaft.“
Dieter Niermann räumt ein, dass das WM-Studio im Gemeindehaus im gewissen Sinne eine „missionarische Aktion“ ist, er wolle aber nicht auf „Schäfchenfang“ gehen. Vielmehr steht die Gastfreundschaft im Vordergrund. Neben dem Geistlichen soll auch das Weltliche nicht zu kurz kommen. Dafür stehen Würste und alkoholfreie Getränke bereit. Der Eintritt zum WM-Studio ist übrigens frei.
Mehr zum Thema:
kickoff2006TM - Offizielle SeiteHomepage der Paulusgemeinde Osnabrück |







09.02.2012
