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Tippspiel
Die Weltkarriere des „schönsten Jublers“
Das deutsche Team (Folge 24 und Schluss): Jürgen Klinsmann –
der Bundestrainer aus Kalifornien
Nationale Karriere: Nach vier Jahren im Trikot des SC Geislingen wechselte er 1978 im Alter von 14 Jahren zu den Stuttgarter Kickers. Im Frühjahr 1980 absolvierte er drei Spiele im B-Jugend-Nationalteam, wurde aber später erst wieder für die U21 des DFB berücksichtigt. Ab 1981 spielte Klinsmann drei Jahre für den Zweitligisten Stuttgarter Kickers, ehe er zum Ortsrivalen VfB in die Bundesliga wechselte. Bei den Kickers hatte er im letzten Jahr Torjäger-Qualitäten an den Tag gelegt, beim VfB entfaltete er sich vollends und zählte in jedem Jahr zu den treffsichersten Schützen der Liga. Auch in den beiden Jahren beim FC Bayern (1994– 1996) hatte der Spezialist für spektakuläre Tore mit 31 Treffern eine respektable Bilanz vorzuweisen.
Internationale Karriere: Klinsmann war im Ausland stets ein guter und erfolgreicher Repräsentant des deutschen Fußballs, der es allerdings auch immer verstand, lukrative Verträge auszuhandeln. Nach seinem dreijährigen Gastspiel bei Inter Mailand (1989–1992) zog es ihn für zwei Spielzeiten zu AS Monaco, ehe er als bisher einziger deutscher Stürmer in der englischen Premier League richtig Tritt fasste, 1994/1995 für Tottenham Hotspur 20 Treffer erzielte und zum „Spieler des Jahres“ gewählt wurde. Nach seinem Bayern-Intermezzo und einer Stippvisite bei Sampdoria Genua beendete Klinsmann seine Laufbahn 1998 bei eben jenen Hotspurs.
Nationalmannschaft: Deutschlands „schönster Jubler“ („Sports“) debütierte unter Franz Beckenbauer im Dezember 1987 auf der Südamerika-Tour gegen Brasilien und war fortan nicht mehr aus dem Nationalteam wegzudenken. Er stand im Olympiateam, das 1988 in Seoul Bronze gewann, war 1990 eine wichtige Stütze des Weltmeisterteams in Italien (legendär das Holland-Spiel im Achtelfinale als einzige Spitze) und war Kapitän der Mannschaft, die 1996 in England Europameister wurde. Mit dem 108. Länderspiel ging bei der WM in Frankreich (0:3 im Viertelfinale gegen Kroatien) seine Karriere unspektakulär zu Ende. Aufmerksamkeit erfuhr Klinsmann erst wieder, als er 2004 auf Empfehlung von Berti Vogts den Job übernahm, den keiner machen wollte: den des Bundestrainers.
Zitat: „Die Fans haben den Wunsch und die große Hoffnung, dass wir 2006 bei der WM im eigenen Land Weltmeister werden. Das ist auch meine Zielsetzung.“ (Klinsmann bei seinem Amtsantritt als Bundestrainer)
Über ihn: „Gegen Klinsmann kannst du keinen Krieg gewinnen.“ (Ex-Bundestrainer Berti Vogts)
Persönliches:
Klinsmann lebt seit 1998 im kalifornischen Huntington Beach. Seine Frau Debbie Chin ist Amerikanerin chinesischer Herkunft; mit ihr hat er Sohn Jonathan (8) und Tochter Laila (5).









