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Kohler sieht ihn als seinen Nachfolger
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Quelle: Neue Osnabrücker Zeitung 07. Juni 2006 00:00 Uhr


Kohler sieht ihn als seinen Nachfolger

Die deutschen WM-Spieler (Folge 22): Christoph Metzelder
Einsatz für Menschenrechte

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Wurzeln: Christoph Metzelder begann 1986 in seiner Heimatstadt beim TuS Haltern und wurde hier in den ersten Jahren vom Torwart bis zum Außenstürmer auf allen Positionen eingesetzt. Auch wenn sein Vater lieber gesehen hätte, wenn er sich der Leichtathletik zugewandt hätte, verbrachte er jede freie Minute auf dem Bolzplatz. In der B-Jugend wechselte er zu Schalke 04, wo er im defensiven Mittelfeld spielte, aber nach eigenem Bekunden ein „absolutes Katastrophenjahr“ erlebte. Nach einem Jahr zog er weiter zu Preußen Münster, wo er zum Abwehrspieler umgeschult wurde. 1999 rückte er in den Kader der Regionalligamannschaft auf und konnte sich unter Trainer Hans-Werner Moors einen Stammplatz erobern.

Karriere: Als er zu Saisonbeginn 2000/2001 zu Borussia Dortmund wechselte, konnte er sofort die Erwartungen erfüllen. Sein Debüt in der A-Nationalelf feierte der U-18- und U-21-Nationalspieler im August 2001 beim 5:2-Sieg gegen Ungarn in Budapest. Bei der WM 2002 in Japan und Korea entpuppte sich Metzelder als die Entdeckung des Turniers. Er spielte, wie es die Deutsche Presse-Agentur seinerzeit formulierte, „fast wie ein alter Hase auf“. Und die internationalen Topklubs standen Schlange bei ihm. Metzelder steigerte sich zu einem Defensivspieler von internationalem Format. Im März 2003 begann dann die lange Leidenszeit des Christoph Metzelder mit vielen schweren Verletzungen.

Zitat: „Wenn es einen Spieler gibt, der auf Dauer in meine Fußstapfen treten kann, dann ist das Metzelder.“ (Jürgen Kohler)

Vorbild: Der ehemalige Stuttgarter Nationalspieler Karl-Heinz Förster.

Traum: Einmal beim FC Barcelona zu spielen.

Trainer: Zu seinen wichtigsten Trainern gehörten Norbert Vieth, Hans-Werner Moors und Matthias Sammer.

Persönliches: Der Abiturient (Schnitt 1,8) gab sein Betriebwirtschaftsstudium an der Fern-Uni Hagen aus Zeitgründen wieder auf. Er unterstützt engagiert die Anti-Rassismus-Kampagne des Sportartikelherstellers Nike. Außerdem wirkte er an einem Buch mit, das sich gegen Kinderprostitution wendet.

 

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