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Fußball-Tippspiel
Der Kleine, der lange übersehen wurde
„Lieblingsposition? Auf dem Platz...“
Karriere: In allen Jugendteams fiel das Talent des kleinen Flügelspielers auf, er wurde zweimal Deutscher Meister mit den A-Junioren und spielte mit 17 fast eine komplette Saison bei den Amateuren in der Regionalliga. Doch einen Platz im Bundesliga-Kader fand er nicht, die Bayern holten 2003 lieber den Wolfsburger Tobias Rau – Lahm wurde für zwei Jahre an den VfB Stuttgart ausgeliehen. Dort setzte er sich unter Trainer Felix Magath fast auf Anhieb durch, wechselte als gelernter Rechtsfuß auf die linke Seite. Im Team der „jungen Wilden“ war er eine feste Größe, bis ihn Verletzungen stoppte: Erst ein Ermüdungsbruch im Mittelfuß, dann ein Kreuzbandriss. Da war die Rückkehr zum FC Bayern bereits geregelt, im November gab er seinen Bundesliga-Einstand bei seinem Heimatverein.
Nationalmannschaft: Nach nur 16 Bundesligaspielen gab er in Split gegen Kroatien sein Debüt. Bei der EM 2004 war er einer der wenigen Lichtblicke im deutschen Team, wollte aber von einer Rolle als „Gewinner“ nichts wissen: „Ich habe genauso verloren wie die anderen.“ Klinsmann zählte von Beginn an auf Lahm, hielt zu ihm Kontakt während der Verletzungen. Sein Comeback: das 1:4 gegen Italien.
Über ihn: „Wenn ich ihn sehe, denke ich: Der hat schon im Mutterleib Fußball gespielt.“ – Bayern-Nachwuchstrainer Hermann Gerland.
Über sich: „Wo ich spiele, ist mir egal – Hauptsache, ich spiele. Meine Lieblingsposition? Auf dem Platz...“
Besonderes: Die Auswahltrainer des Bayerischen Fußballverbandes und des DFB übersahen den kleinen Kicker lange – erst in der U18 kam Lahm zu Auswahlehren.
Persönliches: Seine Freundin Nevena stammt aus dem kroatischen Split, wo Lahm sein erstes Länderspiel bestritt. Er ist bekennender Langschläfer und Familiemensch.








