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Tippspiel
Rechte Außenbahn als Überholspur
Die deutschen WM-Spieler (Folge 15): David Odonkor –
„Schnelligkeit wie eine Waffe“
Karriere: Horst Köppel gehörte zu den ersten Förderern von Odonkor, der den Rechtsaußen bei den Amateuren der Borussia in Oberliga und Regionalliga für den Bundesliga-Einsatz vorbereitete. Sein Debüt in der Eliteklasse gab er im Frühjahr 2002 beim 2:1-Erfolg über den FC St. Pauli. In der darauf folgenden Saison kam Odonkor auf immerhin 25 Einsätze, erzielte sein erstes Bundesligator gegen Hansa Rostock und wurde sogar von Leeds United umworben. Bis 2004 ging es kontinuierlich weiter nach oben, Bert van Marwijks 4-3-3-System schien wie geschaffen für den quirligen Mann auf der rechten Bahn. Doch dann stoppte ein Knorpelschaden im Knie den Höhenflug des Senkrechtstarters, Odonkor kam in der Saison 2004/05 nur noch einmal zum Einsatz. Besser lief es in der gerade beendeten Spielzeit – der Flankenspezialist bestritt 33 von 34 Spielen. Sein Nachteil ist fraglos die fehlende Abgeklärtheit vor dem Tor, was mit nur zwei Treffern in 73 Bundesligamatches zu belegen ist. Eigentlich schon eingestellt auf die Teilnahme an der U-21-EM in Portugal, fiel Odonkor aus allen Wolken, als Jürgen Klinsmann den 22-Jährigen am 15. Mai in seinen WM-Kader berief.
Besonderes: Der Borusse ist mit einer 100-m-Zeit unter elf Sekunden der schnellste Spieler der Bundesliga. Außerdem erreichte er in der vergangenen Saison mit 229 Flanken die absolute Liga-Bestmarke.
Über ihn: „Er spielt Hochgeschwindigkeitsfußball auf der rechten Außenbahn. Seine Schnelligkeit ist wie eine Waffe.“ (Dortmunds Trainer Bert van Marwijk)
Persönliches:
Odonkor, der wie Kollege Gerald Asamoah einen Vater aus Ghana hat, ist ein sehr religiöser Mensch. „Credo Deum et Familiam“ – diesen lateinischen Spruch hat sich der Protestant in Schnörkelschrift auf den Unterarm tätowieren lassen. Übersetzt heißt es „Ich glaube an Gott und die Familie“.







