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Tippspiel
"Jacques" - Aus der Schweiz ins DFB-Team
Die deutschen WM-Spieler (Folge 14): Oliver Neuville – "Bestaunt wie ein sprechender Hund"
Karriere: Den Einstieg ins Profigeschäft vollzog Neuville beim Zweitligisten FC Locarno als 18-Jähriger, schon zwölf Monate später nahm ihn Servette Genf unter Vertrag. Mit diesem Klub wurde er 1994 Schweizer Meister, und er war mit 16 Treffern einer der Garanten des Titelgewinns. Als es ihn 1996 in die spanische Liga zu CD Teneriffa verschlug, wurde die Bundesliga auf Neuville aufmerksam. Zunächst schien sich der FC Bayern zu interessieren, den Zuschlag aber erhielt Hansa Rostock im September 1997. „Trainer Ewald Lienen ist der Hauptgrund, weshalb ich gekommen bin“, begründete er den Wechsel seinerzeit. Nach nur sechs Spielen holte ihn Berti Vogts in die Nationalmannschaft. Er war der erste DFB-Auswahlspieler, der einen Dolmetscher benötigte, da er der deutschen Sprache nicht mächtig war. „Deshalb wurde er bestaunt wie ein sprechender Hund“, wie die „Süddeutsche Zeitung“ notierte. Seine sportlich erfolgreichste Zeit erlebte Neuville bei Bayer Leverkusen, das er sechs Spielzeiten überstreifte. 2002 stand er im Endspiel der Champions League und wurde Vizeweltmeister.
Persönliches: Neuville wurde als Sohn eines deutschen Kaufmanns und einer italienischen Mutter in der Schweiz geboren. Der Nachname kommt vom Großvater aus Belgien. Neuville, der vor dem Start der Karriere als Profifußballer eine Ausbildung zum Bürokaufmann abschloss, lebt seit Beginn der 90er Jahre mit Wilma Bertini zusammen und hat mit ihr den neunjährigen Sohn Lars Oliver.
Besonderes: Im Kreis seiner Nationalmannschaftskollegen trägt Neuville den Spitznamen „Jacques“ in Anspielung auf den Formel-1-Fahrer Villeneuve. Gewürdigt wird damit der schnelle Antritt des Stürmers.







