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Tippspiel
"Schnix" und sein sensationelles 50-Meter-Tor
Die deutschen WM-Spieler (Folge 12): Bernd Schneider –
Ulf Kirsten ist sein Idol
Er durchlief die Kinder- und Jugendsportschule der DDR gemeinsam mit dem späteren Schalker Nationalspieler Jörg Böhme, zu dem auch heute noch Kontakt besteht.
Karriere: In Jena rückte er unter Trainer Klaus Schlappner in den Profikader auf, konnte den Abstieg des Klubs in die Drittklassigkeit aber nicht verhindern. Schneider wurde von mehreren Vereinen umworben, sogar der AC Turin war an dem vielseitigen Thüringer interessiert. Das Rennen machte 1998 Eintracht Frankfurt. Im März 1999 kündigte sich sein Wechsel von Abstiegskandidat Frankfurt zu Bayer Leverkusen an. Obwohl er einen Vertrag bis 2001 unterschrieben hatte, besaß er eine Ausstiegsklausel, für zwei bis drei Millionen Mark zu einem direkt für die Champions League qualifizierten Verein wechseln zu können. Am 29. November 1999 feierte er in Guadalajara beim 2:0-Sieg gegen Mexiko sein Länderspieldebüt, damals unter Trainer Erich Ribbeck. „Früher habe ich zu Matthäus hochgeschaut, jetzt stehe ich auf dem Platz neben ihm“, erzählte er ehrfürchtig.
Über ihn: „Ich war nicht darauf eingestellt, dass er zu solchen Leistungen fähig ist.“ Sein damaliger Leverkusener Trainer Daum.
Zitat: „Die wollen mich, glaube ich, nicht haben. Entweder bin ich denen zu stark oder sie können mich nicht bezahlen.“ Schneider über Real Madrid.
Vorbild: Der spätere Bayer-Stürmer Ulf Kirsten, damals noch im Trikot des BFC Dynamo Berlin. Schneider war in Jena als Balljunge eingeteilt und warf Kirsten den Ball zu. Von dem Zeitpunkt an war der Torjäger sein Idol.
Persönliches: Er erhielt bereits in der Jugend von seinen Freunden den Spitznamen „Schnix“ („Schnicken haben wir das Fußballspielen genannt“). Der Gelegenheitsraucher ist mit Carina verheiratet, die er schon aus Jenaer Tagen kennt. Die beiden haben eine Tochter (Emely)und sind in Bergisch Gladbach beheimatet.
Besonderes:
Am 17. März 2001 erzielte er ein sensationelles Tor aus 50 Metern Entfernung, als er von der Mittellinie aus den Dortmunder Torhüter Jens Lehmann überlistete.








