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Tippspiel
Der bescheidene Abiturient aus Pattensen
Die deutschen WM-Spieler (Folge 8): Per Mertesacker –
"Er schaut über den Tellerrand hinaus"
Spitzname: „Latte“ wird der 1,98 m große Profis von seinen Fans genannt.
Karriere: Im Eiltempo schaffte der Abwehrspieler nach gerade mal 20 Bundesligaspielen bei Hannover 96 den Sprung in die A-Nationalelf. Der baumlange Innenverteidiger hatte sich in der Jugend kaum hervorgetan, dann aber in der Saison 2003/2004 nahtlos den Übergang von der Jugend in die Bundesligamannschaft bewältigt. Am 1. November 2003 kam Mertesacker gegen den 1. FC Köln unter Ralf Rangnick zu seinem ersten Bundesligaeinsatz. Er wurde aber zur Halbzeit wieder ausgewechselt und erhielt schlechte Noten. Danach wurde er zurückgestuft zu den Amateuren in die Oberliga. Sein Vater Stefan Mertesacker ist Leiter der Amateurabteilung von „96“.
Vorzüge: Er ist ein erstklassiger Kopfballspieler. Eine weitere Stärke ist das hervorragende Stellungsspiel und eine hohe Spielintelligenz.
Persönliches: Auch als Nationalspieler wohnte Mertesacker, den Jürgen Klinsmann als „intelligent und bodenständig“ bezeichnete, noch bei seinen Eltern in Pattensen. Im Mai 2004 legte er an der Gesamtschule Hemmingen das Abitur (Schnitt 2,8) ab. Danach absolvierte er seinen Zivildienst in einer geschlossenen Anstalt für geistig behinderte Kinder in Ilten bei Hannover. „Ich komme da in eine komplett andere Welt. Da kennt mich keiner.“ Ein intaktes Umfeld ist für ihn sehr wichtig.
Über ihn: „Er ist jemand, der über den Tellerrand hinausschaut.“ Sein ehemaliger Trainer Ewald Lienen.
Über sich: „Ich war nie das große Talent, eher ein Spätstarter.“
Über Fairness: „Wenn man hart in die Zweikämpfe geht, ohne verwarnt zu werden, ist das doch in Ordnung.“
Hobbys: Musikalisch mag er am liebsten Hip-Hop, geprägt wurde er jedoch als Schüler von der Reggae-Musik Bob Marleys. Unter www.per-mertesacker.de betreibt der Nationalspieler seine eigene Homepage, für die er auch eine regelmäßige Kolumne schreibt.
Zitat:
„Er scheint irgendetwas auszustrahlen, das allerlei Menschen dazu verleitet, ihm Verantwortung zu übertragen.“ Eine Feststellung der Neuen Zürcher Zeitung.
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