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Fröhlicher Krieger vom Stamme der Ashanti
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Quelle: Neue Osnabrücker Zeitung 04. Mai 2006 00:00 Uhr


Fröhlicher Krieger vom Stamme der Ashanti

Die deutschen WM-Spieler (Folge 1): Gerald Asamoah
„Ich denke, fühle und träume deutsch“

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Wurzeln: Gerald Asamoah wurde in Mampong in Ghana geboren und kam mit seiner Familie, die politisch verfolgt wurde, mit 12 Jahren nach Deutschland. In seiner Heimat hatte er barfuß auf der Straße gekickt, in Hannover trat er schnell dem BV Werder Hannover bei. Seine Bindung zu Familie und Heimat ist stark, im Urlaub ist er oft in Ghana.

Vorbild und Freunde: Wie Anthony Yeboah, der populäre Bundesligastürmer der neunziger Jahre, gehört Asamoah zum Stamm der Ashanti, deren Dialekt er beherrscht. Mit Yeboah (früher beim HSV und Eintracht Frankfurt) telefoniert er oft. Befreundet ist er außerdem mit seinem Landsmann Otto Addo und Fabian Ernst, den er in Hannover in der Schule kennen lernte.

Karriere: Der antrittsstarke, wuchtige Stürmer machte auf sich aufmerksam, als er mit Hannover 96 den Sprung in die 2. Liga schaffte. 1999 verpflichtete Schalke 04 den Angreifer und zahlte 1,35 Millionen Euro Ablöse. Bei Schalke erlebte Asamoah Höhen und Tiefen, mehrfach verlor er seinen Stammplatz. Dennoch nahm ihn Bundestrainer Rudi Völler 2002 mit zur WM nach Asien, wo er kaum zum Einsatz kam.

Besonderes: 1998 wurde bei Asamoah nach einem Zusammenbruch nach einem Spiel für Hannover 96 ein erblich bedingter Herzfehler festgestellt. Die Ärzte verboten ihm den Fußball, erst nach einer aufwändigen Untersuchung bei einem Spezialisten in Amerika durfte Asamoah wieder spielen. Sein Verein ist verpflichtet, am Spielfeldrand ein Wiederbelebungsgerät parat zu haben; Asamoah spielt auf eigenes Risiko.

Zitat: „Ich denke deutsch, ich lebe deutsch, ich fühle deutsch, und ich träume deutsch.“ – So begründete Asamaoh seine Entscheidung für die deutsche Staatsangehörigkeit.

Über ihn: „Der steht morgens auf und lacht, der geht abends in Bett und lacht. Den ganzen Tag lacht der, du siehst nur seine weißen Zähne.“ – Schalke-Manager Rudi Assauer über Asamoah.

Persönliches: Asamoah ist gläubig und liest regelmäßig in der Bibel. Er hört gern afrikanische Kirchenmusik, außerdem Hip-Hop und Soul.

 

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