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Dichten und Malen: Das geht sogar mit Zahlen

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Dichten und Malen: Das geht sogar mit Zahlen

Osnabrück (jel).
Mathe-Wettbewerbe für Oberstüfler und Schüler höherer Jahrgänge gibt es eine ganze Menge, in Osnabrück aber dürfen jetzt auch die ganz Kleinen ran: In der „Zwergen-Mathe-Olympiade", die erstmals das Institut für Kognitive Mathematik der Uni Osnabrück ausrichtet, sind bereits Drittklässler gefordert.

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Statt um knallharten Leistungsvergleich geht es in dem Wettbewerb, der ab jetzt einmal jährlich angeboten werden soll, allerdings vielmehr darum, bei den Kids spielerisch Lust auf Mathe zu wecken. Statt besonders schwerer Aufgaben sind spannende Knobeleien und Sachfragen zu lösen, und dabei kommt es nicht nur auf das Ergebnis, sondern vor allem auch auf gute Begründungen an. „Wir wollen Kindern eine Art ,Spielraum´ geben, in dem sie ihre Talente ebenso wie im sportlichen und musikalischen Bereich oder wie bei Vorlesewettbewerben entfalten können. Nur dass es bei uns um Mathematik geht", sagt die Wissenschaftlerin Prof. Dr. Inge Schwank, die die „Zwergen-Mathe-Olympiade" zusammen mit fünf Studentinnen ausrichtet. Die Bezirksregierung befürwortet das Projekt ausdrücklich.

Die Anmeldefrist für den Wettbewerb hat gerade begonnen, sie läuft am 13. März ab. Der Wettbewerb geht erstmals am 19. Mai über die Bühne. Alle dritten Klassen in Osnabrück können jeweils ein Mädchen und einen Jungen entsenden, für weitere freiwillige Meldungen gibt es zusätzlich zehn Freiplätze (je fünf pro Geschlecht). Eine kleine Hürde müssen alle nehmen, die mitmachen wollen: Es reicht nicht, einfach nur die Daten in das Anmeldeformular einzutragen – zusätzlich muss noch ein Bild, eine Geschichte, ein Gedicht oder eine Bastelarbeit eingereicht werden, die sich mit Mathematik beschäftigt. Diese Arbeiten können jedoch auch als Gemeinschaftsprojekt der Klassen entstehen, die Kinder entsenden.

Die Ausrichter hoffen sogar ein wenig darauf, dass sich jeweils die ganze Klasse auf eine solche Weise mit Mathematik beschäftigt. Denn ihnen geht es natürlich nicht darum, nur die besten aus der Schar der Drittklässler zu küren, die ehedem gut in Mathe sind. Das Institut für Kognitive Mathematik beschäftigt sich mit Fragen der Didaktik – neue Wege für die Wissensvermittlung werden entwickelt. Nach den Erkenntnissen der Wissenschaftler, die seit 1975 in Osnabrück auf diesem Gebiet forschen, spricht „spielend-kreatives" Lernen (Malen, Basteln, Schreiben) Kinder besonders an. Zudem wird zwischen individuellen Denkformen unterschieden, bei denen die Didaktiker zwischen zwei großen Gruppen unterscheiden. „Prädikativ" geprägte Kinder interessieren sich z. B. bevorzugt für Strukturbildungen beim Rechnen, während sich „funktional" geprägte Kinder mehr auf das Entstehen von Rechenergebnissen einlassen und Mathe auch losgelöst von Zahlen begreifen. Ihnen kommt es entgegen, eine Rechenaufgabe in ein Bild zu „verpacken", das sie selbst malen dürfen. Das Institut hat zu dem Wettbewerb eine Website eingerichtet: Neben Informationen zum Ablauf ist dort auch das Anmeldeformular abrufbar, auch gibt es einige Beispiele für Bilder, Bastel- und Schreibarbeiten zum Thema Mathematik. Künftig sollen dort auch die Anmeldungsarbeiten der Kinder veröffentlicht werden.

Sartseite Mathe-Olympiade



 

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