09.05.2007, 22:00 Uhr zuletzt aktualisiert vor

Von Bayern geprüft und für gut befunden

Alles Alles "Made in Berge": Gerd-Günter Bittner und Ehefrau Annegret im Geschäft.

Eigentlich ist Gerd-Günter Bittner ein Bayer - handwerklich betrachtet. Seine Meisterprüfung im Fleischerhandwerk legte er nämlich in Landshut ab, dazu noch mit "sehr gutem Erfolg". Doch es zog ihn wieder ins Nordland, genauer gesagt nach Berge. Da übernahm er im Mai 1967 die Fleischerei W. Kleinschmidt, machte sich selbstständig und bot fortan Spezialitäten rund um Wurst und Schinken an.

Hinter ihm lag zu diesem Zeitpunkt nicht nur die Meisterprüfung in Landshut, sonder auch der Besuch der Handelsschule in Osnabrück und die Ausbildung zum Feldkoch bei der Bundeswehr in Wildeshausen. Vor ihm lag noch der Bau des Geschäftshauses an der Hauptstraße in Berge. Den nahm er 1970 in Angriff und bot dort Pommes, Bratwurst und die ersten Hamburger Berges an - Grund genug für viele Jugendliche, "Bittner" zu ihrem Treffpunkt zu machen.

Auch in der Landschlachterei ging es voran. Regelmäßig modernisierte Gerd-Günter Bittner den Betrieb, passte ihn den jeweiligen gesetzlichen Vorgaben zur Fleischverarbeitung an - ein immer- währendes Thema. 2009 wird es wieder neue Regeln geben, aufgelegt von der EU, umgesetzt von Gerd-Günter Bittner. Vielleicht hätte er bereits jetzt reagiert. Da er aber noch nicht endgültig weiß, ob und wann er einen Nachfolger für seinen Betrieb findet, wartet er noch ab. Hoffnung gibt es. Die 16-jährige Tochter Kathrin engagiert sich derzeit erfolgreich als Chefin der Schülerfirma "Meet&Eat" an der Haupt- und Realschule in Berge. Die ist fast auf dem gleichen Felde tätig wie Gerd-Günter Bittner mit seinem jüngsten Geschäftszweig. Seit 2002 betreibt der Vorsitzende der Berger Werbegemeinschaft und frühere TuS-Chef mit Jürgen Trimpe eine GbR für Partyservice und Bratwurststände.

So oder so: Zum kleinen Jubiläum - 40 Jahre Landschlachterei - hält Gerd-Günter Bittner auf jeden Fall wieder seine Spezialitäten bereit - Schinken gekocht oder roh, mild oder naturreif. Und natürlich die bekannten Bratwürstchen.


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