03.03.2010, 05:00 Uhr zuletzt aktualisiert vor

Arbeit stets mit Herz und Verstand geleistet

Die Awo nimmt Abschied: Michaela Brand, neue Leiterin der Migrationsberatung, Christina Müller-Wille, Alice Graschtat vom Vorstand und Geschäftsführer Annegret Brockfeld. Foto: MartensDie Awo nimmt Abschied: Michaela Brand, neue Leiterin der Migrationsberatung, Christina Müller-Wille, Alice Graschtat vom Vorstand und Geschäftsführer Annegret Brockfeld. Foto: Martens

Mit einer Feierstunde an der Spindelstraße in Osnabrück wurde die Leiterin der Migrationsberatung der Arbeiterwohlfahrt (Awo) Osnabrück, Christina Müller-Wille, von zahlreichen Kollegen und Freunden in den Ruhestand verabschiedet. Ihre Nachfolgerin wird Michaela Brand.

Genau 29 Jahre auf den Tag war Christina Müller-Wille für die Awo in der Region Osnabrück tätig. Alice Graschtat hielt für den Awo-Vorstand Osnabrück die Laudatio auf Christina Müller-Wille. Sie erinnerte an ihren Eintritt ins Awo-Arbeitsleben, der 1981 bei der ambulanten Altenbetreuung mit der Aufgabe begann, die Vereinsamung von Senioren in der Gesellschaft zu verhindern. 1982 war Christina Müller-Wille bei einem Modellversuch in Niedersachsen dabei, bei dem es um Hilfestellungen für Familien mit kleinen Kindern ging. Sie verlegte ihr Arbeitsfeld dann ins Grenzdurchgangslager in der Caprivikaserne, um dort Kinder von Aussiedlern zu betreuen. Aus den Erfahrungen ihrer Arbeit entstand das Buch „Das Ankommen“.

1994 wechselte Christina Müller-Wille zur Migrationsberatung und wurde 2005 zur Leiterin. „Sie haben die Arbeit mit Herz und Verstand geleistet. Und Ihre Arbeit war geprägt von dem Bestreben, die Welt besser zu machen“, so Alice Graschtat. Dieser Sachverstand sei auch dem städtischen Beirat für Migration zugutegekommen. Dort wird Christina Müller-Wille bis zum Ende der jetzigen Periode Vorsitzende bleiben.

Annegret Brockfeld, Geschäftsführerin der Awo Osnabrück, hob die Loyalität hervor, die Christina Müller-Wille stets bei ihren Aufgaben gezeigt habe. Wo es sein musste, habe sie „liebevoll geschubst“. Herausragende Arbeit habe sie auch bei dem Projekt „Älter werden in Deutschland“ geleistet, um ehemaligen Aussiedlern im Seniorenalter die Integration zu ermöglichen.

Christina Müller-Wille erklärte, sie wolle weiter als Dozentin zur Verfügung stehen und sich auch in Zukunft ehrenamtlich engagieren.


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