02.08.2005, 22:00 Uhr zuletzt aktualisiert vor

Auch für die Frauen gilt: Gemeinsam geht's leichter

Manchmal gibt es im Leben Situationen, in denen eine Frau Hilfe braucht. Das gilt erst recht dann, wenn sie in finanzielle Notlagen kommt und schwer verständliche Anträge und Formulare ausfüllen muss. Iris Haucap und Hiltrud Kort bieten in der Frauenberatungsstelle ihre Unterstützung an.

Die beiden Studentinnen der katholischen Fachhochschule setzen damit das 1998 begonnene Projekt "Hilfe für Frauen im Umgang mit Anträgen und Formularen" fort. Angesichts steigender Nachfrage in diesem Bereich suchten die Mitarbeiterinnen der Beratungsstelle Entlastung, um sich auf ihre eigentliche Arbeit konzentrieren zu können.

Seither übernehmen Studentinnen der katholischen FH für Sozialwesen während ihres Projektsemesters diesen Part in der Beratungsstelle für alle Rat suchenden Frauen. Vor allem die Veränderungen bei der Sozialhilfe und die Einführung von Arbeitslosengeld II hat nach den Erfahrungen von Iris Haucap zu großen Verunsicherungen geführt.

Hier lag seit Jahresbeginn der Schwerpunkt der Beratungen. Die beiden Studentinnen helfen aber auch bei Anträgen auf Kinder- und Erziehungsgeld, Bafög, Osnabrück-Pass, Mutter-Kind-Kuren, Grundsicherung, Pflegegeld oder Schwerbehindertenausweis. Auf Wunsch begleiten sie Frauen zu Ämtern und anderen Institutionen.

Dabei gilt das Motto "Gemeinsam geht's leichter". Iris Haucap und Hiltrud Kort wollen den Frauen die Arbeit nicht abnehmen, sondern zugleich einen Weg zur Selbsthilfe aufzeigen. Beide sind sicher, dass noch mehr Frauen Unterstützung bei der Durchsetzung ihrer Rechte brauchen. Deshalb wollen sie in den kommenden Monaten die Öffentlichkeitsarbeit verstärken und vor Ort, etwa in der Agentur für Arbeit oder im Stadthaus 1, Informationsmaterial über die Antragsberatung auslegen.

Die zwei Viertsemester sind jeden Donnerstag von 16 bis 18 Uhr in der Frauenberatungsstelle, Spindelstr. 41, zu erreichen. Eine telefonische Anmeldung unter 0541/803405 ist sinnvoll, damit sie je nach Antrag mit den Frauen absprechen können, welche Unterlagen sie zur Beratung mitbringen müssen.


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